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kirsty boyle :: robotics artist

MedienKunstLabor at Kunsthaus Graz

ArtistsInLab residency at mkl during summer 2009, supported by the EU-Project COMEDIA

ArtistsInLab: Kirsty Boyle, Birgit Gasteiger, Rich Gilbank, Florian Krebs, Niki Passath, Effi Tanner
Project Leader: Winfried Ritsch
Curator: Mirjana Peitler

At the start of the residency I had a small solo show which coincided with the Roboterträume / Robot dreams Symposium held in conjunction with RoboCup 2009, held at the Kunsthaus Graz. At the same time, the main exhibition at the Kunsthaus Graz is Rock – Paper – Scissors with Mike Kelley, Cory Arcangel, Kim Gordon and Jutta Koether among others.. Its so amazing showing my work in the same building!

At the end of the residency we were all a part of a group exhibition social machines. I exhibited a snake like robot prototype from the fragment series, and also a proof of concept version of emotional surveillance, a new collaboration with Niki Passath.

MedienKunstLabor at Kunsthaus Graz

Press ::
Kronen Zeitung” vom 22.08.2009 Seite: 46
Ressort: lokal

Stmk, Morgen

Emotionale Seiten der Roboter

Was ist ein Roboter? Diese Frage lässt sich mit verschiedensten Theorien beantworten oder mit einem einzigen Satz: “Robotik ist eine Haltung!”. Unter diesem Motto steht das “Artist in Lab”-Programm des Grazer Medienkunstlabors (mkl), das nun – gleichsam als Zwischenbilanz – sechs originelle Positionen vorstellt.
Die sechs jungen Künstler aus Kanada, Australien, der Schweiz, Deutschland und Österreich arbeiten seit Anfang Juli allein und auch gemeinsam zum Thema “Social Machines” im Medienkunstlabor im Grazer Kunsthaus.
“Wir sind ein Labor, keine Galerie”, betonen mkl-Chef Winfried Ritsch und Kuratorin Mirjana Peitler. Daher gibt es auch keine Ausstellung, sondern Work in Progress, das man sich (bis zum 6. 9.) anschauen kann.
Die sechs jungen internationalen Künstler des Artist in Lab-Programms haben seit Anfang Juli fleißig gearbeitet. Die bisherigen – noch nicht abgeschlossenen – Ergebnisse sprechen den Betrachter in erster Linie auf der Gefühlsebene an: Maschinen, die mit Menschen interagieren, selber freilich keine Emotionen haben, diese aber wohl hervorrufen. Niki Passaths Roboter, der den Blickwinkel und die Anhänglichkeit kleiner Haustiere annimmt und Effi Tanners Maschinen mit Puppenkopf, oder Zeichenstift stehen dafür. Spannend ist auch Tanners Akkordeon, das statt Musik Bilder spielt.
Die Faszination des akustischen Raumes erforscht Birgit Gasteiger, auf japanische Traditionen beruft sich Kirsty Boyle, Rich Gilbank zeigt einen “Ãœberlebenskampf” und Florian Krebs einen ungewöhnlichen Kommunikationspartner.
Für Führungen – und die sind sehr zu empfehlen – kann man sich anmelden (ö 0664/80 17 92 44) .MR

Falter” Nr. 35/09 vom 26.08.2009 Seite: w44
Ressort: Steiermark

Ulrich Tragatschnig

Lexikon

KunstKritik

Wenn Insekten Kontakt aufnehmen

Das MedienKunstLabor, das sich seinem Selbstverständnis nach als Ort der Produktion versteht, hat diesen Sommer das Residence-Programm ?ArtistsInLab? laufen. Dabei treffen junge Künstler zusammen, um sich über das Verhältnis von Kunst und Robotik auszutauschen und ihre technischen und künstlerischen Erfahrungen miteinander zu vernetzen. Da der Begriff des Roboters prinzipiell von der Kaffeemaschine bis unendlich reicht, hat man sich darauf verständigt, nur das Roboter zu nennen, was, zumindest dem Anschein nach, kommunizieren will und also auch Emotionen beim menschlichen Betrachter auslöst. Das tut meine Kaffeemaschine übrigens auch manchmal. Die zwischenzeitlich entwickelten und unter dem Titel ?Social Machines? ausgestellten Geräte sind aber weniger suchtorientiert, ansonsten zwar nicht ausgereift, doch sehenswert in jedem Fall.

Effi Tenners (CH) Roboter wirkt noch wie eine Kreuzung aus Barbie und Spinne und bewegt sich dementsprechend, Niki Passaths (A) gleichfalls insektenähnliches Teil soll einmal zu Hunderten ausschwärmen, dabei Schwarmverhalten simulieren, übt seine Soft Skills zwischenzeitlich im Beobachten seiner Beobachter. Rich Gilbanks (CAN) Maschine kurvt noch autistischer durch ihr Gehege, löst dabei aber von weit oben projizierte Spuren aus. Kirsty Boyle (AUS) hat so etwas wie eine Raupe gebaut, Florian Krebs (D) stellt sich die Frage, wie minimalistisch eine Maschine werden kann, um noch als Kommunikationspartner ernstgenommen zu werden, und Birgit Gasteiger (A) kann mit ihrem 3-D-Audiosystem nicht nur unterschiedliche Klänge im Raum verteilen, sondern auch das Raumerleben selbst verändern .

MedienKunstLabor, bis 6.9.